von RWE ablassen

Klimaschützer fordern Kraftwerkspläne zu stoppen und RWE-Aktien zu verkaufen

Köln – 24. 04. 2018. Heute und morgen protestieren Klimaaktivist*innen in Düsseldorf, Dortmund, Köln, Münster, im Hochsauerlandkreis und im Rhein-Sieg-Kreis gegen RWEs Pläne ein neues Braunkohlekraftwerk in Bergheim-Niederaußem zu bauen. Mit einem offenen Brief fordern sie ihre Bürgermeister*innen und Landrät*innen auf, Stellung zu beziehen.

„Wir wünschen uns von allen Oberbürgermeister*innen und Landrät*innen ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz und fordern die Städte und Kreise auf ihre RWE-Aktien sofort zu veräußern. Unternehmen, die heutzutage noch Kohlekraftwerke bauen wollen und damit die Klimakrise verschärfen, sollten nicht mit öffentlichem Geld unterstützt werden.“

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte am vergangenen Mittwoch dazu: „Keiner kann sich darüber freuen, wenn noch ein neues Braunkohlekraftwerk gebaut wird“ und sprach damit aus, was viele Kölnerinnen und Kölner denken.

„Es ist absurd, dass RWE die Pläne für den Bau eines neuen Kohlekraftwerks vorantreibt, während die Bundesregierung gerade dabei ist, den Kohleausstieg auf den Weg zu bringen“, sagt Tim Petzoldt von Greenpeace Köln. Deshalb hat er eine Petition gestartet und fordert die NRW-Landesregierung auf, das Genehmigungsverfahren zu stoppen. Die Petition wurde schon über 33.000mal unterschrieben.

Urgewald hat anlässlich der RWE-Aktionärsversammlung am 26.4.2018 eine Broschüre mit dem Titel: „RWE: der Anfang vom Ende“ herausgeben, die den Oberbürgermeister*innen und Landrät*innen ebenfalls übergeben wird.

Es halten immer noch 20 Kommunen und die beiden Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) bzw. Rheinland (LVR) jeweils über eine Millionen RWE-Aktien. All diese haben nun den offenen Brief erhalten. Auf deren Antworten und Reaktionen sind wir sehr gespannt und werden diese auf dieser Website veröffentlichen.

RWE-Kommunen-Karte

RWE-Kommunen„: Recherche-Ergebnis über Kommunen, die mehr als eine Millionen RWE-Aktien halten (Stand: 22.04.2018).

Um möglichst viele Politiker*innen zu informieren und damit den Druck zu erhöhen, wird der offene Brief auch an die Fraktionsvorsitzende der 20 RWE-Kommunen und der zwei Landschaftsverbände geschickt.

 

Dokumente zum Download:
offenen Brief an die Oberbürgermeister*innen
Broschüre von urgewald: RWE: der Anfang vom Ende
Email-Adressen aller Fraktionsvorsitzenden der 22 RWE-Kommunen

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