Neues Kohlekraftwerk: das kann doch niemand wollen

Klimaschützer*innen fordern Kraftwerkspläne zu stoppen und RWE-Aktien zu verkaufen

Köln – 19. 04. 2018. Beim gestrigen Stadtgespräch der Kölner Oberbürgermeisterin übergaben Aktivist*innen von Greenpeace Köln und Fossil Free einen offenen Brief an Frau Reker. Darin fordern sie die Oberbürgermeisterin auf, Stellung zu den Plänen von RWE zu beziehen, ein neues Braunkohlekraftwerk in Bergheim-Niederaußem zu bauen. In einer ersten Reaktion sagte die Oberbürgermeisterin: „Keiner kann sich darüber freuen, wenn noch ein neues Braunkohlekraftwerk gebaut wird“ und sprach damit aus, was viele Kölnerinnen und Kölner denken.

„Es ist absurd, dass RWE die Pläne für den Bau eines neuen Kohlekraftwerks vorantreibt, während die Bundesregierung gerade dabei ist, den Kohleausstieg auf den Weg zu bringen“, sagt Tim Petzoldt von Greenpeace Köln. „RWE handelt gegenüber den nächsten Generationen und Menschen, die schon heute vom Klimawandel betroffen sind, völlig verantwortungslos.“ Deshalb hat er eine Petition gestartet und fordert die NRW-Landesregierung auf, das Genehmigungsverfahren zu stoppen. Die Petition wurde schon über 31.366mal unterschrieben.

„Unternehmen, die heutzutage noch Kohlekraftwerke bauen wollen und damit die Klimakrise verschärfen, sollten nicht mit öffentlichen Geldern unterstützt werden“, kritisiert Nina Emmerich von Fossil Free die Stadt Köln. Für die Stadtverwaltung gibt es zwar einen Kriterienkatalog der nachhaltige Investitionen vorsieht, das Klimaschutz-Kriterium wurde dort jedoch explizit herausgenommen. Die Klimaschützer*innen fordern schon seit 2016 die Stadt Köln auf, ihre RWE-Aktien und Investitionen in andere Unternehmen abzustoßen, die ein klimaschädliches Geschäftsmodell betreiben. Mit dem offenen Brief fordern sie Oberbürgermeisterin Reker auf, ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.

In der nächsten Woche werden die Klimaschützer*innen alle Oberbürgermeister*innen anschreiben, deren Kommunen mehr als eine Millionen RWE-Aktien halten und sie ebenfalls um Stellungnahme bitten.

Hier können Sie den offener Brief an OB Reker lesen.

Übergabe des offenen Briefes an OB Reker

Übergabe des offenen Briefes an OB Reker

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