Protest gegen klimafeindliche Investitionen

Greenpeace und Fossil Free fordern Verkauf von RWE-Aktien

Köln, 14.03.2016 – Am Montagmittag empfangen Klima-Aktivisten die Mitglieder des Finanzausschusses vor dem Kölner Rathaus mit einer über sieben Meter großen schwarzen „Kohlenstoffblase“. Sie fordern die Stadt auf, ihre RWE-Aktien zu verkaufen und kommunale Investitionen mit nachhaltigen Kriterien zu tätigen. Die Kohlenstoffblase steht für die Spekulationsblase durch massive Investitionen in fossile Energieträger. Auch die Stadt Köln trägt die finanziellen Risiken, die mit den Anlagen in RWE-Aktien entstehen. „Wir können nicht verstehen, warum die „Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln AG“ noch immer an 1,5 Millionen RWE-Aktien festhält. Die Stadt Köln stützt damit einen Kohlekonzern, der die Energiewende ausbremst, unsere Luft verschmutzt und unsere Landschaft zerstört“, so Tim Petzoldt von Greenpeace Köln. RWE gewinnt 60 % des Stroms aus Kohlekraftwerken.

RWE-Aktien verkaufen und weitere Verluste vermeiden
„Spätestens nach dem UN-Klimagipfel von Paris sollte auch unserem Finanzausschuss-Vorsitzenden Martin Börschel klar sein, dass RWE-Aktien keine sichere Finanzanlage mehr sind. Denn das Klimaschutzabkommen verlangt einen raschen und konsequenten Ausstieg aus fossilen Energien“, so Michael Seckler von Fossil Free Köln. Bisher galt das Ziel, den Temperaturanstieg durch den Klimawandel auf maximal 2 Grad zu begrenzen. Bei der Klimakonferenz 2015 in Paris wurde dieser Wert auf 1,5 Grad angepasst. Um dies zu erreichen, muss der Ausstieg aus der Braunkohle schon deutlich vor 2030 kommen. Braunkohle gilt als der klimaschädlichste aller fossilen Brennstoffe. Aus der Presse erfuhren Kämmerer und Abgeordnete, dass RWE die diesjährige Dividende vollständig streichen wird. „Das ist bitter, war aber lange absehbar. Wir fordern die Stadt Köln und ihre kommunalen Unternehmen auf, alle RWE-Aktien umgehend abzustoßen“, so Seckler weiter.

Grüne und CDU: RheinEnergie soll nur noch in Erneuerbare Energien investieren
Seit Anfang des Jahres fordern Greenpeace und Fossil Free gemeinsam die Kommunen in NRW auf, alle direkten und indirekten Investments wie Aktien, Mischfonds, Unternehmensanleihen und sonstige Kapitalanlagen in die 200 größten Erdöl-, Erdgas- und Kohleunternehmen der Welt innerhalb der nächsten fünf Jahre abzustoßen. „Wir freuen uns, dass sich die Grünen und die CDU in ihrem Kooperationsvereinbarung darauf verständigt haben, zukünftig nur noch in Erneuerbare Energien zu investieren“, so Petzoldt von Greenpeace Köln. Damit folgen sie der zweiten zentralen Forderung der Umweltschutzorganisationen, keine neuen Investitionen in Fossile Energien zu tätigen.

Kohlestoffblase in Köln

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