Greenpeace Köln sucht Baumpaten
Kundgebung auf Wallrafplatz 
FotoMit einer Kundgebung macht Greenpeace Köln heute von 11 bis 15 Uhr auf den mangelnden Schutz deutscher Wälder aufmerksam. In insgesamt über vierzig Innenstädten, unter anderem in Saarbrücken, Tübingen und Lübeck suchen die Aktivisten Baumpaten.

Steigender Holzeinschlag

In Deutschland werden knapp 99 Prozent der Waldfläche bewirtschaftet. Die meist hochindustrielle Holzernte mit ihren Großmaschinen und der steigende Holzeinschlag schaden Natur und Klima. „Unsere Aktion soll ein Signal an die verantwortliche Politik senden. Der Schutz der Wälder ist nicht nur im Amazonas oder im Kongo notwendig, sondern auch hierzulande,“ sagt Sarah Hambuch von Greenpeace-Köln. Anlass für diesen Aktionstag ist der Internationale Tag des Waldes am 21. März.

Baumpaten gesucht

Greenpeace setzt sich für mehr Waldschutz und eine ökologische Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland ein. Mit einer Baumpatenschaft kann jeder ein Zeichen setzen für einen besseren Schutz unserer heimischen Buchenwälder und sich für „Urwälder von morgen“ in Deutschland engagieren. Bürger, die eine unentgeltliche Patenschaft übernehmen, erhalten eine Urkunde mit den exakten Koordinaten „ihres“ Baumes. So können sie die Bäume auf einer Karte genau zuordnen. Weitere Informationen auf www.greenpeace.de/baumpate.

2013: Ein Jubiläumsjahr für die Nachhaltigkeit?

Die deutsche Forstwirtschaft feiert in diesem Jahr 300 Jahre nachhaltige Nutzung der Wälder. Vor 300 Jahren erkannte der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz, dass der Raubbau am Wald auf Kosten zukünftiger Generationen erfolgt. Er formulierte ein einfaches Gegenrezept: Es sollte nicht mehr Holz geerntet werden als nachwächst. Carlowitz gilt seitdem als Erfinder der Nachhaltigkeit. Doch in vielen öffentlichen Wäldern wird aus ökonomischen Gründen weit mehr Holz eingeschlagen als aus ökologischer Sicht sinnvoll ist. „Die Industrialisierung unserer Wälder bedroht nicht nur die letzten alten Baumriesen, sondern lässt unsere Natur verarmen und mindert den Erholungswert des Waldes für uns Menschen“, sagt Sarah Hambuch. Alles zum Thema 300 Jahre Nachhaltigkeit finden Sie hier: http://gpurl.de/EnVlE

Über Alex

Alex

Webmaster der Website von Greenpeace Köln und Mitglied des Teams für Öffentlichkeitsarbeit. Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit von Greenpeace Köln im Internet.

2 Comments

  1. Christine O'Hara

    Guten Tag,
    meine Frage ist, ob man bei einer Baumpatenschaft den Schutz des Baumes gerichtlich besser durchsetzenn kann? Ich habe im Bezug auf die Rodung des Hambacher Forst eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht Köln eingelegt und festgestellt, dass Ich erst mal meinen Schadenl oder Bezug nachweisen musste, damit Ich überhaupt gehört werde. Das hat mich bestürzt gemaczt, wie wenig Bäume geschütz werden können. Welche Argumente würden bei Gericht im Kampf gegen eine Rodung stand halten? Ich habe mir auch die Baumschutzverordnung in Kerpen durchgelesen und wollte anfragrn, ob man Bäune, die dort schützenswert sind nicht ganz deutlich mit irgendeinem Plakat sichtbar markiert? Wäre das keine gute Aktion? Ich würde sofort bei der Markierung mit machen. Bin zur Zeit krank geschrieben und könnte kleine nicht zu lange Aktionen mit machen, insbesondere tagsüber und Wochentags. Ich würde mich über eine Rückantwort freuen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Christine O’Hara

    1. Judith Blümcke

      Hallo Christine! Das ist eine schöne Idee. Wenn du Zeit hast, bring dich doch bei uns als Ehrenamtliche ein. Der Neuentreff ist immer jeden 1. Mittwoch im Monat um 20:00 Uhr. Zu den Möglichkeiten, wie Bäume besser geschützt werden könnten, kann dir eventuell auch BUND und Nabu weiterhelfen. LG JB

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