Protest gegen giftige Outdoor-Ausrüstung

Greenpeace-Aktivisten protestierten heute in zahlreichen deutschen Städten, wie hier in Köln bei Mammut auf der Breite Straße, gegen gefährliche Chemikalien in Outdoor-Ausrüstung. Greenpeace hat 40 Outdoor-Artikel in unabhängigen Laboren auf per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) prüfen lassen, davon sechs Produkte von Mammut. In allen Artikeln wurden PFC festgestellt, darunter die krebserregende Perfluoroktansäure (PFOA). Es gibt bereits Marken, deren Produkte als PFC-frei gekennzeichnet sind.
Auch Outdoor-Marken wie Mammut müssen gefährliche Chemikalien aus ihrer Produktion verbannen und auf eine saubere Produktion umstellen.

Die Aktivisten ‚verzierten’ die Schaufenster mit großen Plakaten, die ein skelettiertes Mammut als modifiziertes Markenlogo zeigten, unterlegt mit dem Schriftbalken „mit giftiger Chemie.“ Alternativ an einem anderen Fenster der abgewandelte Werbespruch „Absolute Alpine. Absolut polluter!“

Mammut gibt sich naturbewusst, produziert die Ausrüstung für die Natur aber mit umwelt- und menschenunfreundlichen Chemikalien. Da scheint die Chemie nicht zu stimmen! Die Aussage des Unternehmens lautet: „Für uns als Schweizer Alpinfirma ist eine intakte Umwelt und Berglandschaft  von großer Bedeutung. Mammut lebt von und für die Natur.“
Jedoch hat unsere weltweite Recherche in den entlegensten Winkeln und auf den Bergen PFC-Belastungen gefunden, auch in der Muttermilch und im Trinkwasser sind PFC-Spuren vorhanden.

Die interessierten Verbraucher versorgten wir mit Flyern, versehen mit dem Hinweis auf die Online-Petition und weiteren einschlägigen Unterlagen. Sie unterschrieben Protestkarten mit der Forderung nach PFC-freier Produktion.

Nach etwa einer Stunde übergaben wir dem Filialleiter ca. 100 unterschriebene Protestkarten sowie eine Mappe mit Unterlagen, die dieser nur widerwillig entgegen nahm. Verbunden war die Übergabe mit der Bitte, unsere Forderung und die der Verbraucher nach einer giftfreien Outdoor-Produktion an die Zentrale weiterzuleiten. Zu einem Gespräch mit uns war der Filialleiter leider nicht bereit.

Nach der Aktion hingen unsere Plakate immer noch im Schaufenster auf der Breite Straße. Mal schauen, wie lange noch.

Hier geht’s zum Outdoor-Report 2016.

Manfred Bigge

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