Dieselfahrverbot und dann?

Der Kölner Luftreinhalteplan 2018: Vorstellung des Maßnahmenkatalogs und des AVISO-Gutachtens
Montag, 05. Februar 2018, 19:00 Uhr, Bürgerzentrum Alte Feuerwache, „Projektraum“, Melchiorstr. 3, 50670 Köln

In zahlreichen Innenstädten, wie auch in Köln, werden seit 8 Jahren regelmäßig die Grenzwerte von Stickstoffdioxid erheblich überschritten. NO2 ist gesundheitsschädlich und verantwortlich für 10.400 vorzeitige Todesfälle pro Jahr in Deutschland. Die größten NO2-Emissionen in den Städten entstehen beim Kfz-Verkehr und dort insbesondere von den Diesel-PKWs.

Daher hat der sogenannte „Runde Tisch für die Luftreinhalteplanung“ in den letzten Monaten einen umfangreichen Maßnahmenkatalog[1] erarbeitet, mit dem Ziel die gesundheitsschädlichen Emissionen in Köln zu senken. In den kommenden Tagen wird zudem ein wichtiges externes Gutachten (das sog. AVISO-Gutachten) vorgestellt und erstmals öffentlich in einer gemeinsamen Sondersitzung des Gesundheits-, Umwelt-, und Verkehrsausschuss am 5. Februar und am 6. Februar im Rat der Stadt Köln diskutiert.

Wir, einige am Runden Tisch Luftreinhaltung beteiligten Umwelt- und Verkehrsverbände, unterstützen grundsätzlich den von der Verwaltung vorgelegten Maßnahmenkatalog, kommen aber an einigen Stellen zu einer anderen Bewertung. Wir stimmen mit der Verwaltung darin überein, dass es keine kurzfristige Alternative zu Dieselfahrverboten[2] gibt. Als wirkungsvolle und ergänzende Sofortmaßnahmen fordern wir die Einrichtung von Umweltspuren[3] und die Einführung einer generellen Geschwindigkeitsbegrenzung innerhalb der Umweltzone[4]. Wahrscheinlich werden die Hersteller, die wesentlich für die vorliegende Belastung verantwortlich sind, erst dann bereit sein, wirksame Nachrüstungen der betroffenen Fahrzeuge vorzunehmen.

Auf der Veranstaltung werden wir das AVISO-Gutachten vorstellen, in welchem an drei Belastungsschwerpunkten (Clevische Ring, Aachener Str. und Luxemburger Str.) in Köln die Wirksamkeit einiger Maßnahmen (u.a. Dieselfahrverbot und Blaue Plakette) berechnet wurden. Anschließend werden wir einige Punkte aus dem Maßnahmenkatalog vorstellen und darüber diskutieren, mit welchen Maßnahmen die Stickstoffdioxid-Emissionen kurzfristig und wirkungsvoll in Köln reduziert werden können.

NEU: „Als Gasreferent wird Herr Dr. Rau, Umweltdezernent der Stadt Köln, das Gutachten zur Luftreinhalteplanung vorstellen.“

Veranstalter sind: ADFC Köln, Agora Köln, Greenpeace Köln, RadKomm und VCD Regionalverband Köln

[1] Quelle: Ratsinformationssystem der Stadt Köln
[2] Maßnahme Nr. 2: Dieselfahrverbote
[3] Maßnahme Nr. 15: Rückbau von Hauptverkehrsstraßen
[4] Maßnahme Nr. 25: Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h bzw. 40 km/h

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